„Das liegt bei uns in der Familie“ oder etwa doch nicht?
- Gianna Reccavallo
- 29. Juli 2025
- 2 Min. Lesezeit

„Wodurch wird Ihre Gesundheit laut aktueller Forschung am stärksten beeinflusst?“
➤ A: Durch Ihre genetische Veranlagung ➤ B: Durch äussere Umwelteinflüsse ➤ C: Durch Ihren Lebensstil und Ihre täglichen Entscheidungen
Die Antwort könnte Ihr Verständnis von Gesundheit für immer verändern.
Haben Sie diesen Satz schon einmal gehört? Vielleicht sogar selbst gesagt?
„Das liegt bei uns in der Familie.“
Wenn mehrere Angehörige unter Bluthochdruck leiden. Wenn es heisst: „Wir haben eben alle einen empfindlichen Magen.“ Oder: „Bei uns wird jeder irgendwann zuckerkrank.“
Das klingt vertraut – fast wie ein unausweichliches Schicksal. Aber ist es tatsächlich so?
Gene vs. Lebensstil: Wer hat das letzte Wort?
Was wäre, wenn Ihre Gene gar nicht das letzte Wort hätten? Was wäre, wenn ein Grossteil unserer Volkskrankheiten – etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder chronische Erschöpfung – weniger mit Ihrem Erbgut zu tun haben, sondern vielmehr mit Ihrem Lebensstil?
Was wäre, wenn genau darin Ihre Chance läge: Den Verlauf positiv zu beeinflussen, vielleicht sogar aufzuhalten oder umzukehren?
Was die Wissenschaft heute sagt
Neueste Studien zeigen: Nur etwa 10–20 % unserer Gesundheit sind genetisch festgelegt. Bis zu 90 % hingegen werden durch unseren Lebensstil und tägliche Entscheidungen beeinflusst.
Nicht die Gene schreiben unsere Geschichte – sondern wir selbst.
Macht der Gewohnheiten
Unser Alltag besteht aus tausenden kleinen Entscheidungen. Oft unbewusst. Doch sie haben Wirkung:
Auf Entzündungen und Immunregulation
Auf mentale Stabilität und Schlafqualität
Auf Stoffwechselprozesse und Herzgesundheit
Auf das Risiko chronischer Beschwerden
Gute Nachrichten: Es braucht keine Radikalkuren
Die gesundheitliche Veränderung beginnt nicht mit Extremen, sondern mit achtsamen, machbaren Schritten:
Eine bewusste Mahlzeit
Ein Moment des Innehaltens
Ein Spaziergang, statt endloser Bildschirmzeit
Eine Pause inmitten von Stress
Das ist keine Theorie, sondern gelebte Biologie.
Perspektivwechsel: Sie haben mehr Einfluss, als Sie denken
Die Vorstellung, gesundheitlich einem Familienschicksal ausgeliefert zu sein, wirkt entlastend – aber auch entmutigend.
Doch sie ist veraltet.
Sie dürfen Ihre Geschichte neu schreiben. Nicht in einem einzigen Akt – sondern Schritt für Schritt, jeden Tag.




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