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Warum ein gesunder Darm die Basis jeder Heilung ist

  • Gianna Reccavallo
  • vor 9 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Wir können von unserem Körper nicht erwarten, dass er uns gibt, was wir möchten, wenn wir ihm nicht geben, was er braucht.

Gesunde, vollwertige Ernährung, essenzielle Nährstoffe, Schlaf, Bewegung, Regeneration und positive Emotionen sind keine optionalen Lifestyle-Faktoren, sondern die Basis von Gesundheit.

Ein zentrales Prinzip der funktionellen Medizin lautet: Die Reihenfolge der Unterstützung ist entscheidend.

Bevor Stoffwechsel, Entgiftung oder komplexe Regulationssysteme adressiert werden, müssen die Grundstrukturen stabil sein: Darmbarriere, Zellmembranen, Blut-Hirn-Schranke, Stressachsen und antioxidative Kapazität. Food first – die Ernährung bildet immer das Fundament.

Vom Symptom zur Ursache

In der funktionellen Medizin steht nicht das Symptom selbst im Fokus, sondern seine Bedeutung im Gesamtkontext. Ein Symptom ist kein Fehler, sondern ein Hinweis: Worauf weist es hin? Welche Funktion erfüllt es? Und wozu trägt es langfristig bei?

Dieses Denken ist besonders zentral beim Thema Leaky Gut.

Was bedeutet „Leaky Gut“?

Die Darmschleimhaut besteht aus spezialisierten Epithelzellen, die durch sogenannte Tight Junctions miteinander verbunden sind. Diese regulieren, welche Stoffe aus dem Darm in den Körper gelangen dürfen.

Ein zentrales Regulationsprotein ist Zonulin. Es wird nach verschiedenen Reizen – z. B. durch Gluten, Entzündung oder Stress – freigesetzt und öffnet vorübergehend die Tight Junctions. Problematisch wird es, wenn diese Öffnung übermässig oder chronisch erfolgt.

Die Folge ist eine erhöhte Darmpermeabilität. Dabei können unverdaute Nahrungsbestandteile, bakterielle Endotoxine wie Lipopolysaccharide (LPS) und andere Antigene aus dem Darmlumen in das darmassoziierte Immunsystem (GALT) und teils in den Blutkreislauf gelangen.

Das Resultat ist eine anhaltende Immunaktivierung und Entzündung.


Ein vereinfachtes Wirkmodell:

Erhöhte Antigenexposition bei gleichzeitiger unzureichender Nährstoffversorgung

(z. B. Glutamin, Eiweiss, Vitamin D, Zink)

führt zu Entzündungsprozessen und begünstigt die Entwicklung eines Leaky Guts.


Wie zeigt sich das in einem Test?

Ein Leaky Gut macht sich nicht nur durch Bauchschmerzen oder Verdauungsprobleme bemerkbar. Oft zeigt sich das Ungleichgewicht erst, wenn man genauer hinschaut – zum Beispiel in Blut-, Stuhl- oder Unverträglichkeitstests.

Der Körper sendet dabei häufig folgende Hinweise:

  • Nährstoffe fehlen, obwohl ausreichend und „gesund“ gegessen wird z. B. Eiweiss, Vitamin B12 oder Eisen)

  • Viele Lebensmittel werden plötzlich schlecht vertragen, oder Tests zeigen mehrere Reaktionen auf Nahrungsmittel

  • Werte, die auf eine geschwächte Darmschutzschicht hindeuten (der Darm lässt mehr durch, als er sollte)

  • Zeichen einer dauerhaften, leisen Entzündung, auch ohne akute Krankheit

  • Ein Immunsystem, das ständig aktiv ist, aber trotzdem nicht richtig stabil wirkt


Oft ergibt erst das Gesamtbild aus Symptomen und Tests einen Sinn – denn der Darm beeinflusst weit mehr als nur die Verdauung.


Wie du eine gestörte Darmbarriere bei dir spüren kannst

Typische Symptome sind u. a.: Brain Fog, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Angst, Kopfschmerzen, Hautprobleme, diffuse Schmerzen sowie Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Verstopfung.


Fazit

Echte Heilung beginnt an der Basis – und diese liegt sehr häufig im Darm und im Mikrobiom. Denn der Darm ist nicht nur für die Verdauung zuständig, sondern entscheidet darüber, was überhaupt aufgenommen, verarbeitet und reguliert werden kann.

Ist die Darmfunktion gestört, greifen auch gut gemeinte Massnahmen zu kurz: Nährstoffzufuhr, Entgiftung oder komplexe Therapien können nicht wirken, wenn der Körper die notwendigen Bausteine nicht richtig aufnehmen oder nutzen kann.

Deshalb ist es entscheidend, zuerst das Fundament zu stärken, bevor weitere Schritte folgen. Ein gesunder Darm schafft die Voraussetzungen dafür, dass alle anderen Prozesse – vom Immunsystem über den Stoffwechsel bis zur Regeneration – wieder in Balance kommen können.

Oder anders gesagt: Ohne optimal funktionierenden Darm keine nachhaltige Heilung.


 
 
 

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